Sprödbruch in glasfaserarmiertem Polyamid

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 Polymere brechen meist unter Ausbildung langer Zipfel in der Bruchfläche. Bei Zipfellängen unter 1 µm Länge, wie in diesem Fall, spricht man von Sprödbruch. In diesem Beispiel sieht man außerdem, daß die Löcher, in denen Glasfasern lagen, praktisch nicht deformiert wurden. Die Glasfasern zeigen kaum anhaftenden Polymer, also eine schlechte Bindung im Material. Hier führte aber allein die Versprödung zum Versagen eines Bauteils. Polymere können durch Überhitzung des Rohstoffes, bereits gealterte Recycling-Bestandteile, UV-Einwirkung und chemische Angriffe verspröden. In diesem Fall lag sehr wahrscheinlich eine partielle Überhitzung beim Spritzguß der Teile durch Scherwärme infolge zu enger Dimensionierung der Einströmkanäle am Spritzgußwerkzeug vor.